
Chris und Tobi – die traurige Seite der Fledermausrettung
In unserer Arbeit, Fledermäuse zu retten,steckt so viel Liebe, dass es doppelt wehtut, wenn wir nicht mehr helfen können. Und genau so war es bei den beiden kleinen Zwergfledermausmännchen Chris und Tobi.
Die zwei wurden vor einer Woche bei Reparaturarbeiten an einer Toreinfahrt im tiefen Winterschlaf entdeckt. Ganz versteckt hinter einem Brett – ein für die Handwerker nicht zu erkennender Ort für ein Fledermausquartier. Niemand konnte das ahnen, und den Handwerkern gilt wirklich Dank: Sie haben vorbildlich reagiert, die Winterschläfer sofort gesichert und uns kontaktiert. 🧡
Als die beiden hier in unserer Station ankamen, schien zunächst alles gut. Das Foto entstand genau in diesem Moment – zwei verschlafene Knirpse, die langsam auftauen. Doch schon kurz darauf merkten wir, dass etwas nicht stimmt:
Chris, der rechte kleine Mann auf dem Foto, konnte seinen rechten Flügel nicht richtig bewegen.
Unsere Tierärztin bestätigte leider, was wir bereits befürchtet hatte:
Ein zertrümmertes Ellenbogengelenk – und damit ein Körperteil, ohne das eine Fledermaus nicht fliegen, jagen oder überleben kann.
Wir haben wirklich jede Option, jeden noch so kleinen Hoffnungsschimmer durchgespielt … aber am Ende blieb uns nur die schwerste aller Entscheidungen: Chris weiteres Leid zu ersparen und ihn liebevoll über die Regenbogenbrücke zu begleiten. 🌈💔
Das sind die Momente, die uns zerreißen. Denn mit jedem gebrochenen Flügel bricht auch ein kleines Stück unseres Herzens.
Aber wir tragen Chris in unseren Gedanken weiter – und Tobi bekommt bei uns alle Liebe und Fürsorge, die er braucht. 🦇💛
