
Staubi â frisch paniert, aber unversehrt
Es ist schon ein paar Jahre her, dass Staubi bei uns zu Besuch war.
Auf dem Foto seht ihr sofort: Der Name war kein Marketing-Gag, sondern knallharte Realität.
Mitten im Winter wurden in der Innenstadt die Fenster eines leerstehenden Hotels ausgetauscht. Mit schwerem Gerät, Bohrhämmern und ordentlich Krach.
Und unter einem Fensterrahmen fand man⌠keine Dämmung, keinen Bauschutt â sondern eine Fledermaus.
Vollständig eingepudert.
Staubi eben.
Optisch irgendwo zwischen MehltĂźte und Rohbau-Deko.
Die Handwerker reagierten vorbildlich, leicht panisch und sehr menschlich und brachten sie zur nahegelegenen Tierklinik. Dort wusste man sofort: Fledermaus? DĂźsseldorf?
Alles klar, ruft mal bei Fledermaus NRW an!
So landete Staubi wenige Stunden später bei uns.
Dann begann das groĂe Reinigungsdrama.
BĂźrsten.
Pusten.
Nochmal bĂźrsten.
GefĂźhlt rieselte selbst nach drei Tagen noch Steinstaub aus ihrem Pelz â aus Richtungen, die physikalisch eigentlich gar nicht mĂśglich sind.
Trotz unfreiwilligem Baustellenpraktikum war Staubi unglaublich entspannt und freundlich. Frei nach dem Motto:
âKann ja mal passieren. Hauptsache, die FlĂźgel sind noch dran.â
Als wir sie im FrĂźhjahr wieder in die Freiheit entlieĂen, drehte sie drei extrem enge Ehrenrunden um uns und wackelte dabei demonstrativ mit den Tragflächen.
Das sah sehr nach einem AbschiedsgruĂ aus â oder nach: ââWar nett bei euch. FĂźnf Sterne. WĂźrde ich jederzeit wieder machen.â âââââ
Seitdem gilt bei uns:
Wo Bohrstaub ist, ist Staubi nicht weit â zumindest gedanklich.
Und ja: Sie war vermutlich die einzige Fledermaus, die jemals aussah wie frisch aus dem Baumarkt. đŚđ
