
Hilde – Kleiner Eisbär groĂe Liebe
Nachdem ihr euch gestern so sehr Ăźber den kleinen Einblick in das Sozialverhalten von Fledermäusen gefreut habt, dachten wir uns: Da geht noch was. Also legen wir heute nach â mit einer Geschichte, die weich ist wie Fell und warm wie ein Herzschlag.đ
Heute erzählen wir euch von Hilde.
Zwergfledermaus-Mädchen Hilde đŚ war einer unserer allerersten Pfleglinge. Damals, vor Ăźber zehn Jahren, war unser Projekt Fledermaus NRW noch in den Anfängen und es herrschte noch nicht so viel Trubel wie heute. Keine Dauer-Notfälle, kein Dauerklingeln â nur Hilde. Allein. Still. Und sehr tapfer.
Nach ein paar Tagen bekam sie zwar Gesellschaft von anderen Fledis, doch zuvor hatte sie jemanden ganz Besonderen an ihrer Seite: einen kleinen Eisbären.đťââď¸(Nein, nicht echt. Aber fĂźr Hilde war er sehr real.)
Sie liebte ihn heiĂ und innig.
Er wurde verteidigt gegen alles und jeden. Er war Kuschelpartner, Schlafplatz, SeelentrĂśster â kurz gesagt: Hildes ganze Welt â¤ď¸
Und genau da wurde uns etwas sehr Wichtiges wieder einmal glasklar: Fledermäuse sind zutiefst soziale Wesen. Sie erkennen andere Lebewesen wieder â ja, sogar Stofftiere. Sie erinnern sich an Orte, an Nähe, an Geborgenheit.
Und sie beschĂźtzen das, was ihnen lieb geworden ist.
56 Millionen Jahre Evolution hatten Fledermäuse Zeit, dieses feine, empathische Miteinander zu entwickeln. Und wir dĂźrfen es hier jeden Tag beobachten. Staunen. Lernen. Schwärmen. DarĂźber, wie wundervoll Zusammenhalt sein kann â selbst zwischen einer kleinen Fledermaus und einem Eisbären ohne FlĂźgel.
Als wir Hilde schlieĂlich zurĂźck in die Freiheit entlassen haben, mussten wir sehr schlucken.
Am liebsten hätten wir dem Eisbären ein paar Flßgel angeklebt,
damit er Hilde begleiten und beschĂźtzen kann.
Aber vielleicht ⌠trägt sie ihn ja bis heute irgendwo in ihrem kleinen Fledermausherz weiter. đŚâ¨
