Wissenschaftliches über Fledermäuse von Dr. Andreas Müller, Düsseldorf

Neuer Artikel über Winterschlaf

📖❄️😴🦇 Frisches Lesefutter in Andi‘s Science Corner: Nachdem es endlich (!) ein Update unserer Blog Software gab, können wir auf unserer Website wieder posten! Passend zur Jahreszeit hier der neue Artikel von unserem Biologen Dr. Andreas Müller über den Winterschlaf der Fledermäuse 🦇😴❄️📖 … Andreas kann übrigens nicht nur fantastisch schreiben – wir lieben auch seine Zeichnungen ✏️❤️

💬 Lasst uns gerne einen Kommentar zum Artikel da – wir freuen uns immer über Rückmeldungen 💬

https://fledermaus.nrw/category/wissenswertes-ueber-fledermaeuse-von-dr-andreas-mueller-duesseldorf/

Alles auf Sparflamme – Fledermäuse und Winterschlaf 

Von Dr. Andreas Müller

Warmblüter und Kaltblüter

Die Mehrzahl aller Tierarten auf der Erde kann die eigene Körpertemperatur nicht wesentlich über die Umgebungstemperatur steigern. Das heißt, wenn es kalt wird, sind diese Tiere mehr oder weniger zur Regungslosigkeit verurteilt. Diese Arten nennt man umgangssprachlich „Kaltblüter“ oder „Wechselwarme“ (wissenschaftlich: Poikilotherme) und zu ihnen gehören alle Wirbellosen, Fische, Amphibien und Reptilien. Zu den „Warmblütern“ oder Gleichwarmen“ (wissenschaftlich: Homoiotherme) gehören Vögel und Säugetiere, da sie ihre Körpertemperatur auf einem etwa gleichen Niveau regulieren können. Allerdings kostet diese Wärmeregulation viel Energie, die durch Nahrungszufuhr gewonnen werden muss. Deshalb benötigen Säugetiere, zu denen auch die Fledermäuse gehören, deutlich mehr Nahrung für ihren Stoffwechsel als beispielsweise Eidechsen. Durch einen Gefieder- oder Fellwechsel oder durch eine verringerte Durchblutung der Haut können Warmblüter ihre Wärmeisolation verbessern und dadurch auch ihre Energiebilanz.

Infolge ihres Körperbaus und der Tatsache, dass sie als einzige Säugetiere fliegen können, sind Fledermäuse besonders zum Energiesparen verpflichtet und haben von allen Säugetieren die größte Anzahl an Temperaturregulationsmechanismen. Aufgrund ihrer stark durchbluteten Flughäute ist ihre Körperoberfläche im Verhältnis zur Körpermasse viel größer als bei beispielsweise gleichschweren Mäusen oder Spitzmäusen. Aufgrund ihrer Größe können Flughunde oder auch größere Fledermäuse in den Tropen ihre Körpertemperatur Tag und Nacht und auch während des Fluges oder des Ruhens auf gleichem Niveau halten. Unsere heimischen, deutlich kleineren Fledermäuse können dies nicht so einfach.

Tagesschlaflethargie oder Torpor

In unseren gemäßigten Klimazonen zeigen Fledermäuse deshalb auch einen Unterschied in der Wärmeregulation während der Wach- und Ruhephasen. Wie der Fledermausforscher Martin Eisentraut feststellte, zeigten Fledermäuse, die in ihren Sommerquartieren am Tage untersucht wurden, zu niedrige Körpertemperaturen (etwa 16 bis 18 °C), um sich noch groß bewegen zu können oder spontan aufzufliegen, was Eisentraut als „Tagesschlaflethargie“ bezeichnete. Heute wird dieser Zustand als Torpor bezeichnet. In der Nacht stieg dann die Körpertemperatur wieder auf 35 bis 42°C an, also auf eine gute Betriebstemperatur zum Fliegen. 

Dabei hängt die Tagesschlaftemperatur der Fledermaus von der Umgebungstemperatur ab und je tiefer die Körpertemperatur ist, desto mehr ist die Bewegungsfähigkeit der Fledermaus eingeschränkt. Dieser Torpor kann recht schnell unterbrochen werden, da sich die Fledermäuse in etwa 30 Minuten wieder auf Betriebstemperatur aufwärmen können. In Kolonien von Fledermäusen wurde beobachtet, dass es an kühlen Tagen (um die 11°C) aktive und lethargische Tiere gab, alle Männchen waren in Torpor, während die Weibchen aktiv ihre Jungen säugten. Als die Temperatur weiter sank, gingen auch die Weibchen und Jungtiere in Torpor. Ein Topor ist verbunden mit der Reduktion der Körpertemperatur, dem Abfall der Sauerstoffaufnahme (reduzierte Atmung), der Verringerung der Herzschlagfrequenz und einem reduzierten Blutfluss in die Extremitäten, deren Blutgefäße sich zusammenziehen.

Winterschlaf

Der Winterschlaf ist ist ein besonderer Zustand eines Torpors, der tage-, wochen-, oder monatelang (bis zu 7 Monate) andauern kann. Er bricht nicht spontan über die Fledermaus ein, sondern ist ein kontrollierter und jahresrhythmischer Prozess. In unseren gemäßigten Breitengraden halten Fledermäuse Winterschlaf, da im Winter das Nahrungsangebot an Insekten und anderen Gliedertieren sehr gering ist. Deshalb haben sie nur zwei Alternativen: Abwandern in wärmere Gegenden mit größeren Nahrungsangebot oder in den Winterschlaf gehen und die Fettreserven aus dem Sommer/Herbst aufbrauchen. Viele Fledermausarten überstehen den Winter in einer Dauerlethargie, wobei ihre Körpertemperatur noch unter die erreichten Werte bei der Tagesschlaflethargie fällt, manche Fledermäuse können sogar bis zum Gefrierpunkt (0°C) abkühlen.



Dann sind die Fledermäuse fast völlig starr und nur zu Reflexbewegungen fähig. Nur wenn genügend Energievorräte vorhanden sind, behält eine Fledermaus auch die Kontrolle über ihre Körpertemperaturregelung, sollten diese aufgebraucht sein, unterkühlt sie und stirbt. Damit so wenig wie möglich Energie verbraucht wird, wird die Atmung heruntergeregelt. Einzelne Atemzüge können durch minutenlange Atempausen unterbrochen sein, da der Sauerstoffverbrauch im tiefen Winterschlaf extrem niedrig ist – zwischen 0,02 – 0,07 Milliliter je Gramm und Stunde, verglichen mit 3 Milliliter je Gramm und Stunde im aktiven Zustand. Außerdem sinkt die Herzfrequenz von 400 Schläge pro Minute im aktiven Tier auf 15 – 20 Schläge pro Minute ab, was etwa einem Vierzigstel des höchsten Wertes im Wachzustand entspricht. So kommt eine ruhende Fledermaus mit ihren Reserven etwa 100 Mal länger aus als ein aktives Tier.

Als Energiereserve wird dann in erster Linie Fett verbrannt, hauptsächlich das sogenannte „braune Fettgewebe“, das wie ein Polsterkissen zwischen den Schulterblättern und an den Flanken der Fledermaus liegt. Bei guter Witterung fressen sich Fledermäuse bis in den November ihre Fettreserven an und durch eine häufigere tiefe Tageslethargie erhalten sie diese Reserven auch, da ihr Energieverbrauch am Tage niedrig ist. Vor der Winterruhe wiegen die Fledermäuse aufgrund dieses Fettpolsters 20-30% mehr, als in den Sommermonaten und mit diesem Polster müssen die Tiere dann bis zu sieben Monate auskommen. Während des Winterschlafes müssen die Tiere weder Harn noch Kot lassen.

Aufwachphase

Der Aufwachvorgang hängt wesentlich von der Umgebungstemperatur ab. Er beginnt mit einer erhöhten Herzschlagfrequenz, dann folgt die Steigerung der Atemfrequenz und dem gesteigerten Blutstrom in den vorderen Körper. In der ersten Phase des Aufwachens, der Aufheizphase, stammen 80% der Energie aus dem braunen Fettgewebe und dies wird verbrannt, bis der Körper auf 15 °C aufgewärmt ist.

Zuerst werden Herz, Leber und Kopf erwärmt, später der restliche Körper. In der zweiten Phase wird das Muskelzittern als zusätzliche Wärmequelle eingesetzt und der Körper heizt sich weiter auf. Die Aufwachdauer hängt von der Temperaturspanne ab, die durchlaufen werden muss, um den Bereich der normalen Körpertemperatur zu erreichen. Die Aufwachphase ist abgeschlossen, wenn das Tier flugfähig ist, was zwischen 30 – 50 min dauern kann, je nach Umgebungstemperatur im Winterquartier.

Winterquartiere

Im November suchen die Fledermäuse, abhängig von der Umgebungstemperatur und dem Nahrungsangebot, ihre Winterschlafplätze auf. Haben sie diese gefunden, senken sie langsam ihre Atem- und Herzfrequenz herab und gehen in Lethargie. Der Körper kühlt nach und nach auf eine Temperatur ab, die etwa der Umgebungstemperatur entspricht. Dabei werden gezielt Quartiere gesucht, die den geringen Energieverbrauch unterstützen, also relativ konstante Temperaturen haben. Eine Art Kältewarnung schützt vor Fledermäuse vor der zu großen Auskühlung, wenn etwa größere Kälte in das Winterquartier einbricht.

Winterquartier der Fledermäuse 🦇❄️❄️

Als Folge produziert die Fledermaus dann vermehrt Wärme – Herzfrequenz und Atemfrequenz steigen leicht an, damit das Tier nicht erfriert. Diese Kältewarnung reagiert bis zum Erwachen im Frühjahr. Gehen die Fettreserven zur Neige, können Fledermäuse auch aufwachen, um im Winter auf Nahrungssuche zu fliegen – wenige Insekten, wie etwa der Frostspanner, ein Schmetterling, fliegen auch in Winternächten.

Je nach Winterquartier unterscheidet man zwischen Baum- und Felsfledermäusen. Erstere bevorzugen Baumhöhlen und Rindenspalten, letztere Höhlen, Gebäude, Keller, Bunker und Dachstühle. Da Höhlen und Gebäude konstantere Temperaturen und Bedingungen, verglichen mit Baumhöhlen bieten, sind Baumfledermäuse robuster in Bezug auf Kälte und Luftfeuchtigkeit. Typische Felsfledermäuse sind Mausohren und ihre Verwandten (Gattung Myotis), Langohren (Gattung Plecotus), die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus), sowie die Hufeisennasen (GattungRhinolophus). 

Die einzelnen Arten bevorzugen bestimmte Plätze in einer Höhle: Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus) und Abendsegler (Gattung Nyctalus) überwintern an den kühlsten Stellen in der Nähe des Höhleneingangs, Langohren und Mausohren haben die breiteste Toleranz und überwintern an Stellen in der Mitte der Höhle, Bartfledermäuse und Wasserfledermäuse in der Mitte einer Höhle, während Hufeisennasen die geringste Temperaturtoleranz haben und deshalb ganz weit im Inneren einer Höhle hängen. 

Dabei suchen manche Arten, wie Zwergfledermäuse, eher Spalten und Ritzen in Felsen, die am Eingang einer Höhle liegen und nachts extrem kalt sind, sich aber tagsüber durch die Sonne etwas erwärmen. Andere Arten, wie die Langohren haben ein ganz anderes Problem, da ihre abstehenden großen Ohren im Winter einfrieren würden. Deshalb klappen sie diese nach hinten und verstecken sie unter den Flügeln. Nur der Tragus (der Ohrdeckel) ist dann noch zu sehen. Wasserfledermäuse überwintern gerne in Spalten innerhalb der Höhle oder unter Geröll am Boden, während Hufeisennasen freischwebend, in ihre Flügel eingewickelt, an der Decke hängen und somit Temperatur- und Feuchtigkeitsveränderungen direkt ausgesetzt sind. Wenn sich die Temperatur oder Luftfeuchtigkeit im Winter ändert, wandern Fledermäuse entweder weiter ins Innere der Höhle oder näher zum Eingang.

Typische Baumfledermäuse sind die Abendsegler (Gattung Nyctalus), die gerne als Winterquartier, Baumhöhlen besetzen, wo sie Cluster (Gemeinschaften aus mehreren Tieren) bilden, die sich gegenseitig wärmen. Solche Cluster können auch aus mehreren Fledermausarten bestehen. Im Frühjahr oder oft auch im Winter werden solche Baumhöhlen schnell erwärmt, wodurch die Fledermäuse früher aktiv werden und man an warmen Winterabenden Abendsegler fliegen sehen kann. Bei Baumpflegemaßnahmen im Winter in Parks oder Wäldern empfiehlt es sich, zu fällende Bäume auf mögliche Höhlen, in denen Fledermäuse überwintern könnten, zu untersuchen.


Quartiere von Fledermausarten in Höhlen (verändert nach Nagel in Siemers & Nill 2000)

Störungen der Winterquartiere durch den Menschen können sich als besonders gefährlich auswirken, weil bereits das Anleuchten mit der Taschenlampe, das Blitzlicht eines Fotoapparates oder auch der längere Aufenthalt in der Nähe der Fledermäuse als Weckreiz für ein Tier wirken kann. Die Fledermäuse erwachen und verbrauchen dabei wertvolle Energiereserven, die ihnen dann im Frühjahr für den Aufwachprozess fehlen. Deshalb sollten Fledermäuse so wenig wie möglich (oder nötig) in ihren Winterquartieren gestört werden, egal ob dies Höhlen, Dachstühle, Bunker, Keller oder Baumstämme sind.

Quellen

Altringham 2011: Bats. From Evolution to Conservation – 2011. Oxford University Press, Oxford

Eisentraut 1957: Aus dem Leben der Fledermäuse und Flughunde. Gustav Fischer Verlag, Jena

Gebhard 1997: Fledermäuse. Birkhäuser Verlag, Basel

Neuweiler 1993: Biologie der Fledermäuse. Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Richarz & Limbrunner 2003: Fledermäuse. Fliegende Kobolde der Nacht. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart

Siemers & Nill 2000: Fledermäuse. Das Praxisbuch. BLV-Verlag, München

© Text und Zeichnung  Dr. Andreas Müller, Düsseldorf

Willkommen Batman (der 17.)😉

Batman der 17. 😍

Batman wurde uns vom Tierrettungsdienst Schütz gebracht, der ihn in der Düsseldorfer Altstadt gesichert hatte. Wahrscheinlich ist Batman so erschöpft, weil er in der Altstadt Schurken bekämpft hat. Jetzt kann sich der puschelige Zwergenmann für den Rest des Winters ❄️ in unserer Station erholen, um dann im Frühjahr wieder Mücken und Schurken in der Altstadt zu jagen! 🦇💪🏻

Zweifarbfledermäuse in Autobahnbrücke

In unserer Station überwintern zur Zeit die Zweifarbfledermäuse Petra und Charly (Charly ist auf dem Bild) 🦇.

In NRW ist diese Fledermausart richtig selten. Jetzt wurde ein Quartier von Zweifarbfledermäusen an der Autobahntalbrücke Rahmede (A45) gefunden, die aus Sicherheitsgründen abgerissen und neu gebaut werden muss. Da die Tiere streng geschützt sind und eine Umsiedlung nicht einfach ist, wird das Projekt zu einer echten Herausforderung.

https://www.come-on.de/nordrhein-westfalen/a45-sperrung-luedenscheid-fledermaeuse-in-maroder-talbruecke-rahmede-gefunden-91245966.html

Arielle

Die kleine Zwergfledermausdame  wurde gestern von der aufmerksamen Finderin M. Heinrichs (die uns auch die Fotos von Arielle in ihrer schlimmen Lage zur Verfügung gestellt hat – lieben Dank dafür!) im Zoopark Düsseldorf an einer Angelschnur hängend (!) über dem dortigen Teich entdeckt.

Der Angelhaken
Arielle über dem Teich
Der Angelhaken durch die Schwanzflughaut der Fledermaus
Arielle nachdem sie vom Angelhaken befreit war

Dank der Feuerwehr Düsseldorf  konnte Arielle aus ihrer gruseligen Situation befreit werden. Wir von Fledermaus NRW konnten den Haken entfernen. Zum Glück ist nur die Schwanzflughaut verletzt. Der Heilungsprozess wird jedoch einige Wochen benötigen. Die kleine Arielle ist ziemlich traumatisiert – das arme Tierchen hing über mehrere Stunden hinweg mit der Schwanzflughaut am Angelhaken.  Der „Angler“ hat die Schnur einfach abgeschnitten und Arielle ihrem Schicksal überlassen.

Fledermaus gefunden, was tun?

Babyfledermaus

‼️🦇BITTE TEILEN 🦇‼️
⁉️FLEDERMAUS GEFUNDEN – WAS TUN⁉️

👉🦇Grundsätzlich braucht JEDE Fledermaus, die TAGSÜBER gesichtet wird, weil sie etwa am Boden liegt oder an einer Hauswand hängt, SOFORT HILFE! Besonders in der Fledermaus-Baby-Zeit (Juni, Juli & August) werden vermehrt (junge) Fledermäuse gefunden, die direkt in eine qualifizierte Pflegestation gebracht werden müssen‼️

Was solltet Ihr tun, wenn Ihr eine Fledermaus findet? Für DÜSSELDORF und Umgebung nehmt bitte DIREKT Kontakt mit Fledermaus.NRW auf🦇

👉📞Telefonnummern findet Ihr unter www.fledermaus.nrw (rechts auf der Startseite – falls Ihr mobil auf die Seite zugreift, einfach bis zu den Telefonnummern runterscrollen).

👉✉️ Oder schreibt uns eine PN – dabei bitte immer NAME, POSTLEITZAHL und TELEFONNUMMER mit angeben, sonst verlieren wir wertvolle Zeit!

Ansprechpartner für ANDERE REGIONEN (deutschlandweit) findet Ihr unter
https://www.fledermausschutz.de/

‼️🦇So SICHERT Ihr die Fledermaus🦇‼️

✅ Was Ihr benötigt: einen Karton (Tipp: eine Teeschachtel eignet sich auch sehr gut!) mit ein paar Luftlöchern im Deckel, mit etwas Küchenrolle oder einen Handtuch ausgelegt, damit sich die Fledermaus verstecken und festhalten kann. Bitte KEIN Wasserschälchen mit in die Box packen, sonst haben wir nachher ein völlig durchnässtes Tier mit einer Erkältung🦇➡️ 📦

✅ Bitte das Tier vorsichtig mit einem Tuch oder dickeren Handschuhen anfassen. So schützt Ihr sowohl das Tier als auch Euch🦇👍🏼

✅ WICHTIG‼️Den Karton bitte gut verschließen, denn Fledermäuse sind wahre Ausbruchskünstler! Den Karton mit dem Tier bitte ruhig und warm stellen, bis der Transport in die Pflegestation erfolgt. Bitte NICHT im Freien stehen lassen! Falls vorhanden, könnt Ihr den Karton gerne auf eine Wärmflasche stellen. Diese sollte jedoch nicht zu heiß sein.

✅ Du kannst der Fledermaus gerne etwas Wasser anbieten 🦇💧:Tauche hierzu ein Wattestäbchen in frisches Wasser und nähere Dich von unten dem Schnäuzchen (oben sind die Nasenlöcher – hier sollte kein Wasser reinkommen!). Wenn sie Durst hat, wird sie das Wasser sicher annehmen. Bitte so lange wiederholen, bis das Tierchen seinen Durst gestillt hat.
👉 Bitte KEIN Futter anbieten – Bei falscher Fütterung könnt Ihr dem Tier mehr schaden als nutzen. Die Fledermaus wird in der Pflegestation fachgerecht versorgt und gefüttert!

‼️WICHTIG zu wissen, wenn man der Fledermaus WIRKLICH helfen möchte: im

🦇 Fledermäuse müssen definitiv so SCHNELL wie möglich in fachkundige Hände! Das Team von Fledermaus NRW hilft Euch bei der Suche nach einer geeigneten Station 🏥🦇‼️

⛔️ Bitte KEINESFALLS in Eigenregie versuchen, die Fledermaus zu pflegen!
👉 Auch wenn Ihr es gut meint und helfen möchtet, schadet Ihr damit dem Tier mehr, als Ihr ihm nützt!

Ein erfahrener und entsprechend ausgebildeter Fledermaus-Pfleger würde Euch NIEMALS RATEN,

🚫 … die Fledermaus erst mal hängen zu lassen und morgen noch mal nachzuschauen.

👉 Die Tierchen bilden so leider eine leichte Beute für Katzen, Elstern etc.)

🚫… Das Tierchen raus zu setzen, weil es dann „schon von der Fledermaus-Mutter abgeholt wird“.

👉Oft ist gar keine Mutter mehr da, die das Tier abholen könnte, weil sie einem anderen Tier, Windrad etc zum Opfer gefallen ist oder ihr Baby aus einem anderen Grund zurückgelassen hat. Oft ist das Kleine auch schon zu schwer, sodass es ebenfalls nicht mehr abgeholt werden kann‼️

🚫… eine Rückführung des Fledermaus-Babys über einen Baby-Dom bzw. Baby-Turm zu versuchen

👉 VON DIESEN SO GENANNTEN RÜCKFÜHRUNGEN RÄT FLEDERMAUS NRW DRINGEND AB‼️Rückführungen funktionieren nach unserer langjährigen Erfahrung in der Regel NICHT! es wird einfach nur wertvolle Zeit verloren, die das Tier im Zweifelsfall das Leben kostet‼️

Kommt das Jungtier dann viel zu spät bei uns oder einer anderen Station an, weil wertvolle Zeit verloren wurde, sind die Tierchen, die oftmals gerade mal zwischen 1,2 g und 2,5 g (!) wiegen, oft extrem unterernährt, dehydriert und unterkühlt🥺‼️

🦇🆘📞 Um der Fledermaus zu helfen, ist es wichtig, direkt zu handeln! Das Team von Fledermaus NRW hilft Euch schnell und unkompliziert weiter 📞🆘🦇

Lieben Dank 🙏🏻
Euer Team Fledermaus.NRW 🦇❤️

savethebats

fledermausnrw

Fledermäuse sind wichtig!

‼️??? Einer der vielen Gründe, warum Fledermäuse so schützenswert sind:

Jede Zwergfledermaus (die in Deutschland am meisten verbreitete Fledermaus-Art) frisst pro Nacht bis zu 4.000 (!!) Mücken! ???‼️

Danke, Terra X ❤️

‼️?Übrigens: Alle europäischen Fledermausarten sind reine Insektenfresser???? – da kommt ganz schön was zusammen?‼️

?????Weitere spannende Infos rund um Fledermäuse und Insekten findet Ihr im Artikel von Dr. Andreas Müller, dem Wissenschaftler im Team Fledermaus NRW:

https://www.fledermaus.nrw/2021/04/19/fledermaeuse-und-insekten/

#savethebats

#fledermausnrw

Fliegende Sündenböcke ?

???

Das Image der Fledermaus hat unter den vielen Falschinformationen im Zuge der Corona-Pandemie stark gelitten. Dabei steht fest: Fledermäuse übertragen KEIN Covid-19

Warum sie unsere Freunde sind und extrem schützenswert, könnt Ihr in diesem wirklich toll geschriebenen SPIEGEL-Artikel lesen!

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fledermaeuse-in-der-corona-pandemie-fliegende-suendenboecke-a-bf088f5e-5244-4786-8765-d5dfd88c7f99