Vielen lieben Dank an alle, die in den vergangenen Wochen unser Projekt unterstützt haben! Euer Rückhalt, eure Großzügigkeit und euer Mitgefühl bedeuten uns – und unseren kleinen Pelzkugeln mit Flügeln – unglaublich viel. Ohne euch wäre vieles einfach nicht möglich. 🥹✨
Ein ganz besonderes Dankeschön geht an:
💫 Jackie K. 💫 Alexandra B. 💫 Stefanie M. 💫 Sonia E. 💫 Sonja N. 💫 Ilona M. 💫 Petra H. 💫 und an die bisher unbekannte gute Seele – wir sehen dich, auch wenn wir deinen Namen (noch) nicht kennen 💌
Die kleinen Fledermausherzen flattern ein bisschen höher, wärmer und sicherer dank euch. Danke, dass ihr Teil dieser Geschichte seid. 🦇💖
Der „Fellwebel“ — 🦇❤️ Sie war wirklich etwas ganz Besonderes, unsere kleine Isa.
Ihr Name kommt nicht von ungefähr: Isa steht für Isoliermaterial. Und genau das hat ihr junges Leben geprägt – leider auf ziemlich fiese Art. Im Sommer 2018 wurden uns an einem einzigen Tag drei Fledermausbabys gebracht. Alle drei hatten mit feinen Fasern und Fäden abgeschnürte Gliedmaßen. Ursache: billiges Isoliermaterial in einem Neubau. Offenbar hatten Fledermausmütter dort ihre Wochenstube eingerichtet – und die Babys hatten sich in dem Material verheddert. 😔
Wir haben sofort alle Fäden entfernt. Zwei der drei Kleinen konnten wir leider nicht mehr retten. Isa aber schon. Sie ist eine echte Kämpferin. 💪🦇
Ein Andenken an diese Geschichte trug sie dennoch: An einem ihrer Füßchen ist nur noch ein Zeh übrig. Richtig festkrallen geht damit nicht mehr – ein Leben in der freien Wildbahn war für sie leider unmöglich.
Lange dachten wir deshalb, Isa sei eher vorsichtig, vielleicht sogar ein bisschen hilflos. Tja … dachten wir. 😏
Denn dann haben wir unsere Fledermäuse eines Abends mit einer Infrarotkamera beobachtet – und plötzlich zeigte sich die wahre Isa:
👉 Als erstes am Futternapf. 👉 Klettert kurzerhand hinein. 👉 Verteidigt ihn strategisch nach allen Seiten.
Erst als sie selbst satt war, dürfen sich die anderen Fledis überhaupt nähern. Ordnung muss schließlich sein.
Seit diesem Abend hieß Isa bei uns nur noch: 🫡 Der Fellwebel.
5 Gramm Fledermaus können verdammt entschlossen, streng – und unglaublich beeindruckend sein. 🤣🦇
Und wir haben sie für immer fest in unserem Herzen.❤️
Charly — 🦇❤️ Auf den Zahn gefühlt: Die Fledermaus aus der Zahnarztpraxis 🦷🪥
Letzte Woche erreichte uns ein Anruf, bei dem wir kurz schlucken mussten:
„Äh … wir haben hier eine Fledermaus.“
👉 Wo genau?
„Im Treppenhaus unserer Zahnarztpraxis.“
Tja. Wenn man schon ein beeindruckendes Gebiss hat, kann man ja auch mal direkt beim Profi vorstellig werden 😄🦷
‼️ Wichtiger Hinweis mit erhobenem Zeigefinger:
Eine Fledermaus darf im Winter auf keinen Fall einfach wieder rausgesetzt werden – auch wenn das leider immer noch gerne empfohlen wird. Spoiler: Das endet oft schlimm 🥺
Wer im Winter auftaucht, wurde meist aus dem Quartier vertrieben oder ist gesundheitlich so angeschlagen, dass er aktiv Hilfe sucht. Und nein: „Frische Luft“ ist dann keine Therapie. ‼️
Charly ist äußerlich heil, aber innerlich eher so Kategorie „Montagmorgen“:
🔹 bakterielle Infektion
🔹 Untergewicht
🔹 Energielevel irgendwo zwischen Teelicht und leerem Akku
Zum Glück ist sie jetzt bei uns. Hier gibt’s All-inclusive: Wärme, Futter, Kuschelecken und absolut keinen Zahnarztstuhl 😌
Charly wird bei uns gemütlich überwintern und im Frühjahr wieder am Fundort ausgewildert – geschniegelt, geschniegelt, geschniegelt… na ja, zumindest gesund 😇
Auf dem Foto gähnt Charly herzhaft und präsentiert stolz ihr Werkzeug: ein Gebiss, mit dem sie im Flug harte Insektenpanzer knackt.
Kein Wunder – sie ist eine Zweifarbfledermaus, in NRW ein echter VIP unter den Fledermäusen.
Man sieht sie selten.
Außer offenbar… beim Zahnarzt 🦷😉🦇
Danke an alle, die nicht wegschauen, sondern anrufen, helfen und Verantwortung übernehmen.
Charly sagt: Aaaaah! 😁🦇💚
Wenn ihr wollt, dass Charlie auch „Oooooooooh!“ sagt, dann schickt den Fledermäusen doch etwas über unsere Amazon Wunschliste oder per PayPal:
Diese wunderschöne Rauhautfledermaus wurde im März 2020 abgemagert und geschwächt auf einer Terrasse in Erkrath gefunden. Neben deutlichem Untergewicht hatte Carla einen abgebrochenen Eckzahn, Probleme mit dem Kiefer und eine fiese Blasenentzündung 😣 – kurz gesagt: eine ganze Baustelle 🚧
Carla bekam bei uns schnell den Spitznamen „Minibärchen“ 🐻🦇 – nicht nur wegen ihres Aussehens (ja, sie sieht wirklich aus wie ein winziger Bär), sondern auch wegen ihres Charakters. Von Anfang an war sie zutraulich, kooperativ und ließ sich wunderbar versorgen. Das Foto zeigt sie einen Tag nach ihrer Ankunft. Im Schulter-/Nackenbereich erkennt ihr, wie dünn sie war: Es wirkt fast wie ein Halsband, ist aber ein sogenannter Hungerknick – ein stilles, aber sehr deutliches Zeichen für Mangelernährung. Für geschulte Augen sagt das leider mehr als tausend Worte.
Zum Glück hat Carla all ihre ungewollten Baustellen nach und nach ordentlich abgearbeitet 💪🦇. Im Sommer durfte sie fit, rund und runderneuert wieder in die Nacht zurück – genau dorthin, wo ein Minibärchen hingehört. 🌙✨
Und jetzt ihr: Findet ihr auch, dass sie wie ein Minibärchen aussieht? Lasst uns gern einen Kommentar da 💬😍🦇
Nachdem ihr euch gestern so sehr über den kleinen Einblick in das Sozialverhalten von Fledermäusen gefreut habt, dachten wir uns: Da geht noch was. Also legen wir heute nach – mit einer Geschichte, die weich ist wie Fell und warm wie ein Herzschlag.💗
Heute erzählen wir euch von Hilde.
Zwergfledermaus-Mädchen Hilde 🦇 war einer unserer allerersten Pfleglinge. Damals, vor über zehn Jahren, war unser Projekt Fledermaus NRW noch in den Anfängen und es herrschte noch nicht so viel Trubel wie heute. Keine Dauer-Notfälle, kein Dauerklingeln – nur Hilde. Allein. Still. Und sehr tapfer.
Nach ein paar Tagen bekam sie zwar Gesellschaft von anderen Fledis, doch zuvor hatte sie jemanden ganz Besonderen an ihrer Seite: einen kleinen Eisbären.🐻❄️(Nein, nicht echt. Aber für Hilde war er sehr real.)
Sie liebte ihn heiß und innig.
Er wurde verteidigt gegen alles und jeden. Er war Kuschelpartner, Schlafplatz, Seelentröster – kurz gesagt: Hildes ganze Welt ❤️
Und genau da wurde uns etwas sehr Wichtiges wieder einmal glasklar: Fledermäuse sind zutiefst soziale Wesen. Sie erkennen andere Lebewesen wieder – ja, sogar Stofftiere. Sie erinnern sich an Orte, an Nähe, an Geborgenheit.
Und sie beschützen das, was ihnen lieb geworden ist.
56 Millionen Jahre Evolution hatten Fledermäuse Zeit, dieses feine, empathische Miteinander zu entwickeln. Und wir dürfen es hier jeden Tag beobachten. Staunen. Lernen. Schwärmen. Darüber, wie wundervoll Zusammenhalt sein kann – selbst zwischen einer kleinen Fledermaus und einem Eisbären ohne Flügel.
Als wir Hilde schließlich zurück in die Freiheit entlassen haben, mussten wir sehr schlucken.
Am liebsten hätten wir dem Eisbären ein paar Flügel angeklebt,
damit er Hilde begleiten und beschützen kann.
Aber vielleicht … trägt sie ihn ja bis heute irgendwo in ihrem kleinen Fledermausherz weiter. 🦇✨
Seit vielen Jahren begleiten wir verletzte, geschwächte und verwaiste Fledis auf ihrem Weg. In unseren Pflegestellen treffen die unterschiedlichsten Arten aufeinander – und jede einzelne von ihnen erzählt dieselbe Geschichte, ganz ohne Worte:
Du bist nicht allein.
Fledermäuse fragen nicht, woher du kommst.
Nicht, wie groß du bist.
Nicht, welche Flügelform du hast.
Über Artgrenzen hinweg rücken sie zusammen.
Sie wärmen sich, sie teilen Nähe, sie schenken Halt.
Kein Streit, kein Drängen – nur stilles Einvernehmen.
Rauhäute und Zwerge, Große Abendsegler und Langohren, Wasserfledis, Brandtfledermäuse, Bart- und Teichfledermäuse, Breitflügler, Zweifarbfledermäuse und viele mehr.
So verschieden sie auch sind – ihre Herzen im gleichen Takt.
Was sie verbindet, ist mehr als Fell und Flügel.
Es ist dieser tiefe, unerschütterliche Drang zum Miteinander.
Hier wird gemeinsam gefuttert und getrauert,
geschnurrt, gekuschelt und
getröstet. Wir schauen ihnen zu und lernen. Von diesen kleinen, stillen Pelzkugeln mit ihrem großen Frieden im Herzen.
Darum sind Fledis unsere Vorbilder.
Auf dem Foto seht ihr einen Zwerg, der sich an eine Zweifarbfledermaus gekuschelt hat. Von rechts kommt ein weiterer Zwerg heran, schiebt sich sanft dazu und schließt den Kreis. Drei Körper. Ein Atem. Ein Moment voller Wärme.
Wir wissen heute nicht mehr, wie wir ihn ursprünglich genannt haben. Vermutlich irgendwas Seriöses und eigentlich war der „Seemann“ auch gar kein Seemann, sondern eine Seefrau. Doch Namen sind bei Fledermäusen flexibel – und dieser passte einfach zu gut.
Die Rauhaut-Dame hatte sich vor ein paar Jahren am Flughafen Düsseldorf verflogen und flog an der Sicherheitskontrolle offenbar in Panik mit voller Wucht gegen eine Glasscheibe. Ergebnis: ein ordentliches Anflugtrauma und ein Gangbild, als hätte sie drei Tage Landgang hinter sich.
Sie wankte. Sie schwankte. Sie torkelte.
Kurzum: wie ein betrunkener Seemann. Tadaa! – Name geboren. ⚓️
Wie alle Rauhautfledermäuse war auch unsere kleine Seefrau ansonsten tiefenentspannt. So gechillt, dass man sich ernsthaft fragt, warum Menschen eigentlich Yoga brauchen. Fledermäuse sind Yoga.
Eines Tages jedoch spitzten wir die Ohren. Der Seemann machte Geräusche. Und zwar für uns Menschen hörbare Geräusche. Das allein ist schon ungewöhnlich – aber was dann kam, war ganz großes Kino:
„rrrrrrrrt-éh-rrrrrrrrt-éh-rrrrrrrrt-éh“
Rhythmisch. Beharrlich. Unüberhörbar. Kein Wecker. Kein Maschinenfehler. Kein schlecht gelaunter Kollege.
Es war der Seemann.
Nach und nach fanden wir heraus: Diese Lautfolge diente der Kommunikation mit anderen Rauhautfledermäusen, die zu der Zeit ebenfalls bei uns einquartiert waren. Der Haken: Keine einzige andere Fledermaus nutzte diesen Ruf. Das war sein Ding. Sein Dialekt. Sein persönlicher Funkkanal. 📡🦇
Irgendwann war der Seemann wieder fit, segelte zurück in die Freiheit – und blieb eine Geschichte.
Bis Jahre später plötzlich wieder eine Rauhautfledermaus bei uns saß… …und genau diesen Ruf von sich gab.
Wir sahen uns an. Gänsehaut. Und sofort wussten wir: Manche Begegnungen hinterlassen Spuren – auch noch Jahre später.
Bei Fledermäusen gibt es noch unendlich viel zu entdecken. Und genau deshalb hören wir nie auf, hinzuhören. 🖤🦇
Es ist schon ein paar Jahre her, dass Staubi bei uns zu Besuch war. Auf dem Foto seht ihr sofort: Der Name war kein Marketing-Gag, sondern knallharte Realität.
Mitten im Winter wurden in der Innenstadt die Fenster eines leerstehenden Hotels ausgetauscht. Mit schwerem Gerät, Bohrhämmern und ordentlich Krach. Und unter einem Fensterrahmen fand man… keine Dämmung, keinen Bauschutt – sondern eine Fledermaus. Vollständig eingepudert. Staubi eben. Optisch irgendwo zwischen Mehltüte und Rohbau-Deko.
Die Handwerker reagierten vorbildlich, leicht panisch und sehr menschlich und brachten sie zur nahegelegenen Tierklinik. Dort wusste man sofort: Fledermaus? Düsseldorf? Alles klar, ruft mal bei Fledermaus NRW an! So landete Staubi wenige Stunden später bei uns.
Dann begann das große Reinigungsdrama. Bürsten. Pusten. Nochmal bürsten. Gefühlt rieselte selbst nach drei Tagen noch Steinstaub aus ihrem Pelz – aus Richtungen, die physikalisch eigentlich gar nicht möglich sind.
Trotz unfreiwilligem Baustellenpraktikum war Staubi unglaublich entspannt und freundlich. Frei nach dem Motto: „Kann ja mal passieren. Hauptsache, die Flügel sind noch dran.“
Als wir sie im Frühjahr wieder in die Freiheit entließen, drehte sie drei extrem enge Ehrenrunden um uns und wackelte dabei demonstrativ mit den Tragflächen. Das sah sehr nach einem Abschiedsgruß aus – oder nach: „„War nett bei euch. Fünf Sterne. Würde ich jederzeit wieder machen.“ ⭐⭐⭐⭐⭐
Seitdem gilt bei uns: Wo Bohrstaub ist, ist Staubi nicht weit – zumindest gedanklich. Und ja: Sie war vermutlich die einzige Fledermaus, die jemals aussah wie frisch aus dem Baumarkt. 🦇😄
❄️🦇 An den anonymen SnuggleSafe-Spender-Superhelden: Du heißer Flediheld, du! 🔥🦸♀️🦸♂️
Tausend Dank an die geheimnisvolle Person, die unseren Fledis zwei SnuggleSafes spendiert hat! Unsere kleinen Pelzpropeller stehen jetzt Schlange wie an der Heizung einer Studenten-WG im Januar. 🥶➡️🔥
Und Du? Du hast das Paket einfach kommentarlos in die Welt geschickt – keine Karte, kein Name, nicht mal ein kryptischer Hinweis wie „Von Postbote 2.0“ oder „Im Auftrag der Warmherz-Gesellschaft“. Nix! Nada! Ein Ninja der Nestwärme! 🤫🖤
Aber weißt du was? Die Fledis haben ihre Flügel über den Kopf geworfen und ein kollektives „DANKEEEEE!“ in die Nacht gejodelt. (Die Nachbarn fanden’s mittelmäßig, aber egal. 😅)
Also, an wen auch immer da draußen: Du hast die Fledis warm, uns glücklich und den Winter ein kleines bisschen kuscheliger gemacht. DANKE von Herzen! 🧡🔥🦇
Wenn ihr euch dieses Jahr als Christkind, Weihnachtsmann oder vielleicht sogar als wohltätiger Ninja im Tarnumhang betätigen wollt und unseren Fledis etwas Liebes unter den Tannenbaum zaubern möchtet, dann ist genau jetzt der perfekte Moment! 🎅🎁🥷✨
So kommt alles rechtzeitig bei unseren kleinen Fluffis an – damit sie kuschelig-glücklich durch die Feiertage flattern können. 🦇💖🌲
Manchmal denken wir ja wirklich, unsere kleinen Flatterfreunde haben einen heimlichen Vertrag mit dem Universum: „Sorgt dafür, dass unser Alltag niemals langweilig wird!“ – und zack, landet die nächste unglaubliche Geschichte in unserem Briefkasten. Oder in diesem Fall … jemand anderes landet in einem anderen Briefkasten 📬 .
An einem warmen Augustnachmittag ☀️wollte Familie Walter eigentlich nur kurz ihren Briefkasten leeren. Ein paar Briefe✉️, ein paar Prospekte – nichts Besonderes. Doch dann kam etwas zum Vorschein, das ganz sicher in keinem Werbeprospekt der Welt angekündigt war: Eine kleine Fledermaus, die sich beschwerte, als hätte der DHL-Bote sie persönlich zu spät geliefert. 🦇
Der kleine Kerl – wir tauften ihn liebevoll „Walter“ zu Ehren seiner Finderfamilie – schimpfte lauter 📢 als ein Postbote, den man beim zweiten Klingeln ignoriert. Und ehrlich? Wer weiß, wie lange er schon in seinem unfreiwilligen Einzimmer-Appartement im Briefkasten saß. Im schlimmsten Fall bis zu drei Tage. Kein Wunder, dass er staubig, durstig und hungrig war. Aber das Wunder des Tages: Er war komplett unverletzt.❤️🩹
Vermutlich hatte er einfach ein neues Quartier gesucht und dabei die Falle eines offenstehenden Briefkastens übersehen. Ein kleiner Fehlflug mit großer Wirkung.
Bei uns bekam er dann zwei Wochen lang Vollpension inklusive Roomservice, Snackbuffet und Wellnessprogramm. Und als er wieder zu Kräften kam, startete Walter in seine Freiheit, als wäre er ein kleines Postflugzeug auf Expresszustellung. ✈️🦇
Mach’s gut, kleiner Briefkastenpilot. Und Familie Walter: Danke, dass ihr hingeschaut habt. ❤️